Standortagentur Tübingen · Reutlingen · Zollernalb GmbH

 

Beteiligungsbericht 2007

 

1. Allgemeine Informationen

UUm die Wettbewerbsfähigkeit der Region Neckar-Alb zu steigern und sie eigenständig innerhalb der Europäischen Metropolregion Stuttgart zu positionieren, wurde am 19.12. 2003 die Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Neckar-Alb GmbH gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von 28 Städten und Gemeinden, der Landkreise Tübingen und Reutlingen sowie des Zollernalbkreises, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und dem Regionalverband Neckar-Alb.

Durch Gesellschafterbeschluss vom Dezember 2005 wurde der Name der Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Neckar-Alb GmbH in Standortagentur Neckar-Alb/Tübingen - Reutlingen - Zollernalb GmbH geändert.

Zentrale Aufgabe der Gesellschaft ist im Rahmen der kommunalen Aufgabenerfüllung die Entwicklung, Bündelung und Durchführung von Maßnahmen des Standortmarketings für die Region Neckar-Alb zur Stärkung der Region Neckar-Alb. Zum Unternehmensgegenstand gehören sämtliche damit zusammenhängenden und den Gesellschaftszweck fördernden Geschäfte.

Die Gruppe Kommunen, zu der auch der Regionalverband Neckar-Alb gehört, hält vom Stammkapital (50.000 Euro) 60 %, die Gruppe Wirtschaft 40 %. In diesem Verhältnis spiegelt sich auch die Verteilung von Verantwortungs- und Entscheidungskompetenz wider: Von den 20 Sitzen im Aufsichtsrat werden 12 von der Gruppe Kommunen und 8 von der Gruppe Wirtschaft eingenommen.

Aufgrund des Beschlusses der Verbandsversammlung vom 25.01.2005 hat der Regionalverband Neckar-Alb den Verbandsvorsitzenden als Mitglied in den Aufsichtsrat der Standortagentur entsandt. Stellvertreter ist der 1. Stellvertretende Vorsitzende der Verbandsversammlung.

 

2. Organe der GmbH im Überblick

Aufsichtsrat und Vertreter für die Wahlperiode 29. Nov. 2007 bis 29. Nov. 2011

Mitglied Vertreter
Handwerkskammer Dr. Joachim Eisert Rainer Neth
Handwerkskammer Harald Herrnann Bernd Heusel
Handwerkskammer Joachim Möhrle August Wannenmacher
Industrie- und Handelskammer Markus Schmid Eugen Schäufele
Industrie- und Handelskammer Eberhard Reiff Dr. Thomas Lindner
Industrie- und Handelskammer Christian O. Erbe* Prof. Dr. Bernd Engler
Industrie- und Handelskammer Wolfgang Bauer* Prof. Dr. Peter Nieß*
Industrie- und Handelskammer Heinz-Peter Stoll Johannes Schwörer
Stadt Reutlingen Barbara Bosch Peter Rist
Stadt Tübingen Boris Palmer Michael Lucke
Landkreis Reutlingen Thomas Reumann Gerd Pflumm*
Landkreis Tübingen Joachim Walter Hans-Erich Messner
Landkreis Zollernalb Günther-Martin Pauli Matthias Frankenberg
Regionalverband Neckar-Alb Dr. Edmund Merkel Holger Dembek
Zollernalbkreis Dr. Jürgen Gneveckow Karl-Josef Sprenger*
Zollernalbkreis Jürgen Weber Michael Maier
Landkreis Reutlingen Rudolf Heß Klaus Bender
Landkreis Reutlingen Dietmar Bez* Mike Münzing
Landkreis Tübingen Werner Fifka Friedrich Freiherr von Ow-Wachendorf
Landkreis Tübingen Thomas Hölsch* Dr. Jürgen Soltau

Den Aufsichtsratsvorsitzenden stellt die kommunale Seite, den Stellvertreter die Wirtschaft. Aufsichtsratsvorsitzende ist Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, Reutlingen, stellvertretender Vorsitzender Eberhard Reiff, Präsident der Industrie- und Handelskammer.

Geschäftsführer der Standortagentur ist Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer.

Gesellschafterversammlung bestehend aus:
28 Städten und Gemeinden der Landkreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalbkreis

Albstadt Kusterdingen
Ammerbuch Metzingen
Balingen Mössingen
Bodelshausen Münsingen
Dußlingen Pfullingen
Engstingen Pliezhausen
Eningen unter Achalm Ruetlingen
Gomaringen Riederich
Grabenstetten Römerstein
Grafenberg Schömberg
Haigerloch Starzach
Hausen Tübingen
Hechingen Walddorfhäslach
Hülben Wannweil

dem Regionalverband Neckar-Alb, der Handwerkskammer und der Industrie- und Handelskammer.

 

3. Was genau macht die Standortagentur?

Die Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Zollernalb GmbH

macht regionale, nationale und internationale Anzeigenwerbung zur Steigerung des Bekanntheitsgrades der Region Neckar-Alb
wirbt für die Region dort, wo die Entscheider sitzen
schärft konsequent das Profil der Region Neckar-Alb in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Landschaft
gibt aktuelle und mehrsprachige Informationen über die Region durch Internetauftritte an rund 20.000 Besucher jeden Monat
präsentiert die Region auf Messen
unterstützt die Werbung mit begleitenden Broschüren, Postern und Filmen
spricht direkt mit potenziellen Investoren
ist der erste Ansprechpartner bei Anfragen aus ganz Europa zu Unternehmensansied-lung, zu Unternehmensübernahme und zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei knapp 100 Anfragen jährlich

 

4. Auswahl und Finanzierung der Projekte

Die einzelnen Projekte der Standortagentur schlagen die Gesellschafter vor, die wiederum ihren Entscheidungsgremien verpflichtet sind. Im Aufsichtsrat kommt es dann zur Entscheidung über diese Vorschläge. Die gemeinsame Finanzierung von Projekten durch die Kommunen auf der einen Seite und die Wirtschaftskammern auf der anderen Seite ist eine Säule regionaler Kooperationen.

Ein maximales Projektvolumen von insgesamt 300.000 Euro sorgt dafür, dass die Ausgaben überschaubar bleiben und keinen Gesellschafter überfordern. Basierend auf die-sem Projektvolumen werden jährliche Budgetplanungen erstellt.

Budget 2007

 
Ist
Plan
Hompage (Betreuung) neckaralb.de
15.712,36
15.000,00
Homepage tourismus-schwaebische-alb.de
16.096,20
10.000,00
Pressearbeit
15.000,00
Buchführung/Verwaltung
8.919,86
4.000,00
Anzeigenentwurf durch Agentur (eine Anzeige/anno)
4.998,54
9.000,00
Schaltung regionale Presse
14.446,79
6.000,00
Schaltung deutschlandweit
16.369,89
14.000,00
Werbung Internet / Werbemittel
6.956,65
16.500,00
Advertorial Stuttgarter Zeitung
21.875,47
20.000,00
Messeauftritt Expo Real
36.292,25
40.000,00
Werbung in Outletcity Metzingen für Neckar-Alb
10.000,00
10.000,00

Von den anfallenden Kosten werden 60 % von der Gruppe Kommunen und 40 % von der Gruppe Wirtschaft getragen. Den auf die Gruppe Kommunen entfallenden Anteil bringen die drei Landkreise und der Regionalverband mit jeweils 19.000 Euro sowie die Städte und Gemeinden - abhängig von der Zahl der Einwohner - auf.

 

5. Beteiligungsbericht (Vorgang, Aufgabe)

Der Regionalverband Neckar-Alb ist aufgrund des einstimmigen Beschlusses der Verbandsversammlung vom 22.07.2003 Mitglied der Standortagentur. Der Beschluss enthält den Auftrag, der Verbandsversammlung jährlich einen schriftlichen Tätigkeitsbericht vorzulegen.

Nach § 105 Abs. 2 GemO haben Gemeinden jährlich einen Beteiligungsbericht zu erstellen. Auf diese Weise sollen sie dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit Rechenschaft über die Entwicklung ihrer Unternehmen in Privatrechtsform geben und einen Beitrag zur größeren Transparenz über die ausgegliederten Aufgabenbereiche leisten. Die Vorschriften über das kommunale Unternehmens- und Beteiligungsrecht (§§ 102 - 108 GemO) finden auch auf die Regionalverbände Anwendung (§ 42 LplG).

In der Sitzung der Verbandsversammlung am 02.12.2008 wurde der Beteiligungsbericht 2007 vorgelegt.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen könnten sich die Angaben im Beteiligungsbericht über die Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Zollernalb GmbH auf wenige Eckdaten (Gegenstand des Unternehmens, Beteiligungsverhältnisse und Stand der Erfüllung des öffentlichen Zwecks des Unternehmens) beschränken. Es widerspräche jedoch den Zielen der Gesellschaft selbst, aber auch dem Ziel, das der Regionalverband Neckar-Alb mit seiner Beteiligung verfolgt, wenn sich die Berichterstattung nur streng entlang der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen bewegen würde. Der vorliegende Beteiligungsbericht soll die Information erhöhen und zur engagierten Außendarstellung der Standortagentur beitragen.

 

6. Leistungsbericht 2007

6.1 Marketingmaßnahmen

Die Standortagentur hat sich das Marketing für die gesamte Region zum Ziel gesetzt, ohne das Subsidiaritätsprinzip zu verletzen und in Konkurrenz zu kommunalen Marke-tingmaßnahmen zu treten. Mit übergreifenden Marketing- und Werbemaßnahmen sollen die Stärken der Region bekannter gemacht, Kooperationen, Investitionen und Informationsaustausch gefördert und damit die Wirtschaftskraft der Region gesteigert werden. Hier setzt die Standortagentur an:

6.1.1 Internetportale der Region

Für die Region Neckar-Alb wurden zwei Homepages mit unterschiedlichen Schwerpunkten eingerichtet. Beide Portale stellen eine umfassende und aktuelle Information über die Angebote und Aktivitäten der Region dar.

www.neckaralb.de enthält detaillierte Darstellungen über die Standortvorteile sowie Statistiken zu Arbeitsmarkt, Bildung, Wirtschaftskraft u. v. m. Die für ausländische Inve-storen interessanten Informationen stehen auch auf Englisch, Spanisch, Japanisch und Chinesisch zur Verfügung. Die Webseite erfreut sich einer wachsenden Akzeptanz, rund 8.000 Besucher informieren sich jeden Monat.

www.tourismus-schwaebische-alb.de ist eine Datenbank speziell zur Förderung von Tourismus- und Freizeitangeboten sowohl für Urlauber als auch für Geschäftsreisende und Bürger der Region. Die Seite wurde Ende 2005 freigeschaltet und hat sich in 2006 sehr gut etabliert. Über 3.000 Einträge in den Sparten Schlafen und Träumen, Essen und Trinken, Veranstaltungen, Shopping und interessante Links sind eingepflegt. Bereits vorhandene Angebote auf kommunaler Seite oder von Verbänden sind mit dem Internetportal vernetzt. Neu ist der Urlaubsplaner, mit dem sich der Gast seine Tages- oder Wochenprogramme selbst interaktiv zusammenstellen kann - eine besondere Serviceleistung der Standortagentur, um die Tourismusregion Neckar-Alb für potenzielle Gäste noch attraktiver und serviceorientierter vermarkten zu können. Der Internetauftritt wird gut besucht. Der Rekord lag im Jahr 2007 bei 15.000 Besuchern mit steigender Tendenz.

Bannerschaltungen im Internet, Kleinanzeigen und vereinzelte Aktionen wie die Web-Adresse aus Rollrasen in der Einflugschneise des Stuttgarter Flughafens oder die "Ne-ckar-Alb-Taxen" in Berlin und München werben zusätzlich für die Internetseiten.

6.1.2 Anzeigen- und Imagekampagne

Um sich im harten Wettbewerb der Regionen Deutschlands und Europas zu positionieren, braucht es eine Botschaft, die für die gesamte Region gilt, und eine Idee, um die Standortvorteile einzigartig darzustellen. Ergänzend zu den Internetportalen betreibt die Standortagentur regelmäßig Anzeigenwerbung, um die Stärken der Region Neckar-Alb nach außen zu zeigen, bewirbt das Profil: Wirtschaft, Wissenschaft, Landschaft.

Die Kampagne zeigt, dass die Region Neckar-Alb schon heute fit für die Zukunft ist, weil sie wesentliche Faktoren bietet, die dafür ausschlaggebend sind, dass "Zukunft entstehen" kann. Die Stärken der Region liegen in der Bildung, der Forschung, der Wissenschaft und nicht zuletzt auch in der hohen Lebensqualität. Zudem soll deutlich werden, dass die Zukunft der Europäischen Metropolregion Stuttgart im Süden und damit im idealen Dreieck von München, Stuttgart und Zürich liegt. Die Lebensqualität in der Region Neckar-Alb ist hoch. Dazu kommen sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten und renommierte Fachhochschulen und Universitäten. Mit der Neuen Messe auf den Fildern hat die Region Neckar-Alb nochmals an Bedeutung gewonnen.

Der Slogan "Zukunft - wir haben schon mal angefangen." weist charmant auf die Stärken des Standorts hin. Das Kapital der Region ist ihre Zukunftsfähigkeit - und das drücken die Anzeigen mit frechen Sprüchen und starken Bildern aus. Die Kampagne soll ein Gefühl des Zusammenhalts vermitteln und eine Aufbruchstimmung erzeugen.

Immer wieder wird die Standortagentur auf die gute Kampagne angesprochen, vorwiegend aus Stuttgart. Anfragen nach den Postern mit den Anzeigenmotiven kommen sogar aus ganz Deutschland. Über die Internetseiten und die Anzeigenwerbung erreicht die Standortagentur Anfragen zu Unternehmensansiedlungen, Unternehmensübernahmen, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten und Reisemöglichkeiten.

6.2 Investorensuche

Aufbauend auf der für die Region Neckar-Alb durchgeführten Clusteranalyse erfolgt seit 2006 eine zielgruppenorientierte Investorenansprache, sowohl zur Förderung des Wissenstransfers als auch zur Anbahnung von Kooperationen. Als Cluster wurden die Bereiche Maschinenbau, Automobilzuliefertechnik, Textil- und Bekleidungstechnik, Medizintechnik, Holzwirtschaft und regenerative Energien sowie Biotechnologie identifiziert.

Erste Schritte zu einer aktiven Investorensuche im Ausland wurden im Bereich Medizintechnik gemacht. Hier konnte die Standortagentur den Medizintechnikstandort Neckar-Alb ausgewählten Unternehmen in den USA und Italien vorstellen und erste Kontakte zu hiesigen Unternehmen und Institutionen vermitteln. Gleichzeitig hat das Projekt durch begleitende Veranstaltungen zu einer besseren Information und Vernetzung im Bereich Medizintechnik innerhalb der Region geführt.

 

7. Ausblick

In diese Richtung will die Standortagentur in den nächsten Jahren verstärkt gehen: Messeauftritte und Inhouse-Besuche sollen potenzielle Investoren auf die Stärken der Region aufmerksam machen. Begleitet und unterstützt wird die Investorenwerbung weiterhin von den Internetauftritten, der Anzeigenwerbung, Broschüren, Studien, Gewerbeflächenkatalogen und Werbefilmen über die Region.

Ein besonderes Anliegen der Standortagentur Tübingen - Reutlingen - Zollernalb ist es, noch mehr Kommunen für das gemeinsame Ziel zu gewinnen, damit sie als erste Region in Deutschland sagen kann: "Bei uns ziehen alle an einem Strang!"

Regionales und überregionales Marketing nützt allen Städten und Gemeinden der Region. Die Standortagentur präsentiert bei zukünftigen Messeauftritten die einzelnen Gesellschafter. Konkrete Erfolge durch regionales und überregionales Marketing - wie Investitionen am Standort oder die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation - werden sich mittel- und langfristig zeigen.

Aktivitäten in 2008/2009:
o Clusterbezogene Investorenwerbung
o Pflege und Bewerbung der beiden Internetportale
o Standortpräsentationen in Österreich, Schweiz
o diverse nationale und internationale Anzeigenschaltungen gemeinsam mit den Auslandshandelskammern
o Katalogausstellungen auf den Messen wie Arab Health, CeBIT, Subcontracting, TopClinica, Expo Real
o LKW-Werbeaktion
o Deutsche Bahn - Werbeaktion im Reiseplan
o Erstellung eines neuen Flyers zu den einzelnen Clustern
o Journalistenreise zum Cluster Medizintechnik

 

 

Ansprechpartner:
Herr W. Haiß
Telefon: 0 74 73 / 95 09 - 16
Telefax: 0 74 73 / 95 09 - 25

E-Mail: info@rvna.de
 
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Zuletzt aktualisiert am: 01.04.2009