Streuobst-Weinbau-Tourismus

„Streuobstland“ als Aufhänger
Die Streuobstwiesen vom Vorland der Schwäbischen Alb bis ins Neckarland zählen zu den größten zusammenhängenden Streuobstlandschaften in Europa. Die sieben Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen, Rems-Murr-Kreis, Reutlingen, Tübingen und Zollernalbkreis haben sich zu der Kooperation „Streuobstland“ zusammengeschlossen. Übergeordnetes Ziel ist die Bewahrung dieser einzigartigen Streuobstlandschaft. Folgende Teilziele wurden definiert: Unterstützung der Bewirtschafter der Streuobstwiesen, Entwicklung neuer, kreativer Produkte, Stärkung der Regionalvermarktung, Entwicklung attraktiver Tourismusangebote.
Ein Baustein in diesem Zusammenhang ist die Verknüpfung der Streuobstwiesen und der Streuobstprodukte mit dem Tourismus. Auch der Weinbau bietet entsprechende Anknüpfungspunkte.
 
„Themenstraße Streuobst Schwäbische Alb“ in den Landkreisen Esslingen und Reutlingen
Inwiefern sich beim Tourismus Anknüpfungspunkte für den Streuobst- und Weinbau in den Landkreisen Reutlingen und Esslingen ergeben, wurde im Rahmen des PLENUM-Projekts „Themenstraße Streuobst Schwäbische Alb“ untersucht. Dazu liegt vom Büro Kohl & Partner, Stuttgart, eine Machbarkeitsstudie* (Themenstraße „Streuobst Schwäbische Alb“, Kohl & Partner Stuttgart, Alexander Seiz, Waldstetten) vor. Die Ergebnisse sind ermutigend. Entlang einer Auto- und Rad-Wanderroute sollen verschiedene Attraktionen und Themen angeboten und präsentiert werden, wie z. B. Aussichtspunkte, Gastronomie, Technik/Produktion, Lehrpfade u. v. m.
 
Touristische Potenziale aus dem Streuobst- und Weinbau in den Landkreisen Tübingen und Zollernalbkreis
Dem Regionalverband Neckar-Alb und den Landkreisen Tübingen und Zollernalbkreis war es ein Anliegen, Potenziale aus dem Streuobst- und Weinbau auch in diesen beiden Landkreisen zu ermitteln und das Konzept einer „Streuobstroute Schwäbische Alb“ auf diese zu übertragen bzw. es dort weiter zu führen. Um dieser Frage nachzugehen, wurde eine Umfrage bei relevanten Städten und Gemeinden sowie Obst- und Gartenbauvereinen durchgeführt und durch Interviews mit Experten der Landratsämter sowie durch eigene Recherchen ergänzt.
Als Ergebnis zweier Praktika liegt nun der Projektbericht „Erhebung von touristischen Potenzialen aus dem Streuobst- und Weinbau in den Landkreisen Tübingen und Zollernalbkreis“ vor. Er enthält neben der Dokumentation der erhobenen Potenziale einerseits Ideen und Ansätze für ein entsprechendes touristisches Konzept, andererseits Vorschläge für Auto- und Fahrradrouten mit Bezug zu Streuobst und Weinbau.

Ansprechpartner/-in:
Sachgebiet Landschaft und Umwelt