In Mössingen entsteht das Haus der Region – ein Blick auf den aktuellen Umsetzungsstand des gemeinsamen Bauprojekts

Regionalverband Neckar-Alb (RVNA) und Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (ZV RSBNA) planen und errichten gemeinsam ein neues gemeinsames Verwaltungsgebäude, das Haus der Region, am Standort Freiherr-vom-Stein-Straße 16 in Mössingen (ehem. Kreissparkassen-Gebäude). Nach der ersten Runde des Teilnahmewettbewerbs für Architekten und Bauunternehmen steht nun der Rückbau auf dem Gelände an.

Am Samstag, 10.02.2024 ist Bewegung in das Grundstück der ehemaligen Kreissparkassendirektion in der Freiherr-vom-Stein-Straße 16 in Mössingen gekommen: Vor Beginn der Vegetationsperiode wurden um die seit Oktober leerstehenden Gebäude herum Bäume und Sträucher entfernt. Die Arbeiten dienen der Vorbereitung des anstehenden Rückbaus auf dem Gelände, der im Frühsommer 2024 durchgeführt werden soll.

Parallel zu den Vorbereitungen der Rückbaumaßnahmen läuft derzeit das Ausschreibungsverfahren für den Neubau des Haus der Region nach dem Prinzip „Planen und Bauen“. Das bedeutet, dass das Projekt von einer Bietergemeinschaft bestehend aus Architekturbüro und Bauunternehmen realisiert wird. Für das Projekt wird eine hohe städtebauliche und architektonische Qualität angestrebt. Deshalb wird im weiteren Auswahlverfahren zunächst die Qualität der Planung bewertet, bevor dann anhand des Preises der beste Bieter ausgewählt wird.

Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs im Herbst 2023 ist eine zweistellige Zahl an Teilnahmeanträgen eingegangen, die anhand der definierten Ausschreibungskriterien geprüft wurden. Insgesamt fünf Bieter sind nun zur Abgabe eines ersten (indikativen) Angebots aufgefordert.

Der Teilnahmewettbewerb hat ein tolles Ergebnis erbracht. Mit den bisher eingegangenen Beiträgen sind wir sehr zufrieden, sodass wir zuversichtlich in die nächste Runde des Auswahlverfahrens gehen. Das Ergebnis erwarten wir Anfang kommenden Jahres. Uns hat der Teilnahmewettbewerb gezeigt, dass dieses Bauprojekt ein wirklich großes Interesse in der Branche geweckt hat. Und darüber freuen wir uns. Was wir jetzt schon sagen können, ist, dass entsprechend des Platzbedarfs die Regional-Stadtbahn 2/3 und der Regionalverband 1/3 der neuen Flächen übernehmen wird. Im Erdgeschoss ist ein Konferenzbereich mit Sitzungsräumen angedacht, der für Sitzungen und Veranstaltungen von Regionalverband und Zweckverband genutzt wird. Möglich ist, dass der Konferenzbereich auch für lokale und regionale Anlässe zur Verfügung gestellt werden kann.“, führt Eugen Höschele, Verbandsvorsitzender des Regionalverbands Neckar-Alb und des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb, aus.

Ein Haus für regionale Themen

Der Regionalverband Neckar-Alb wird nach den aktuellen Planungen ein Stockwerk des neuen Hauses übernehmen und dort Arbeitsplätze für bis zu 25 Mitarbeitende vorsehen.

Unseren Mitarbeitenden bieten wir im Haus der Region ein attraktives Arbeitsumfeld und einen gut erreichbaren Arbeitsort. Das Haus der Region wird ein zentraler Ort dafür, die vielen anstehenden Aufgaben im Bereich der Regionalplanung anzugehen. Die Themen müssen regional gedacht werden – das sehen wir aktuell an der Planung der Erneuerbaren Energien, die der Regionalverband derzeit für die Region Neckar-Alb und ihre Kommunen erarbeitet. Mit der Lage direkt neben Bahnhof und Rathaus, gelegen an einem Ort mit hohem städtebaulichen Entwicklungspotenzial durch die Regional-Stadtbahn, wird das Haus der Region sozusagen ein ‚regionaler Hotspot‘. Das seitens des Regionalverbands initiierte Projekt ist ein weiterer Schritt, die Region Neckar-Alb für die Bürgerinnen und Bürger erfahrbar zu machen. So gestalten wir auch hier ein Stück Zukunft für die Region.“, freut sich Dr. Dirk Seidemann, Verbandsdirektor Regionalverband Neckar-Alb.

Ein Haus für die Zukunft der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb

Auch der Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb hat großen Bedarf an neuen Räumlichkeiten, um die Umsetzung der Regional-Stadtbahn intensiv voranbringen zu können. Die Regional-Stadtbahn wird in zwei Stockwerken im Haus der Region Platz finden.

Mit dem Haus der Region in Mössingen sitzen wir in Zukunft ganz nah an einem der zentralen Knotenpunkte der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb. Wir haben im letzten Jahr mit der Übertragung von streckenbezogenen Planungs- und Bauaufgaben weitere Tätigkeiten übertragen bekommen und unser künftiges Fahrzeug, der Tram-Train Neckar-Alb, ist bereits bestellt. Es geht also in großen Schritten voran. Wir freuen uns darauf, die anstehenden Aufgaben an einem so attraktiven Arbeitsort angehen zu können. Neben der sehr guten Erreichbarkeit mit dem ÖPNV werden wir unseren Mitarbeitenden im Haus der Region moderne Arbeitsplätze und eine Kreativwerkstatt bieten, um die Regional-Stadtbahn optimal voranzubringen.“, sagt Prof. Dr. Tobias Bernecker, Geschäftsführer des Zweckverbands Regional-Stadtbahn Neckar-Alb.

Weiteres Vorgehen

Das Jahr 2024 wird ganz im Zeichen des Vergabeverfahrens stehen. Voraussichtlich Anfang 2025 kann der Zuschlag an den obsiegenden Bieter erfolgen, im Anschluss steht dann die Schaffung des Bauplanungs- und Baurechts an sowie anschließend der Beginn der Bauphase. Es wird derzeit von einer Fertigstellung des Haus der Region in den Jahren 2026/2027 ausgegangen.

Die Kostenschätzung für das Projekt liegt aktuell bei 16,6 Mio. Euro. Die tatsächlichen Kosten werden sich, abhängig von den Baupreisen, im weiteren Verlauf herausstellen.

Informationen zur Vorgeschichte des Bauprojekts

Mit dem Haus der Region entsteht ein neues gemeinsames Verwaltungsgebäude für den Regionalverband Neckar-Alb (RVNA) und den Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb (ZV RSBNA) am Standort Freiherr-vom-Stein-Straße 16 in Mössingen (ehem. Kreissparkassen-Gebäude).

Zwei regionale Einrichtungen werden hier im zentral in der Region gelegenen Mössingen die Zukunft der Region Neckar-Alb mitgestalten. Erstmals wurde die Idee für ein Haus der Region am Standort der ehemaligen Sparkassendirektion in der Verbandsversammlung des Regionalverbands im Jahr 2020 diskutiert. Seitdem haben die Gremien beider Verbände die dazugehörigen Beschlüsse stets mit großer Mehrheit gefasst.

Nach intensiver Prüfung stellte sich heraus, dass aufgrund der Anforderungen der beiden Verwaltungen an die Büroflächen und des Grundrisses der ehemaligen Regionaldirektion der Kreissparkasse ein Neubau die wirtschaftlichste und nachhaltigste Lösung für die Umsetzung des Projekts ist. Dabei wird ein hoher energetischer Standard umgesetzt, die Ausnutzung des Grundstücks wird erhöht und damit erfolgt insgesamt eine verantwortungsvolle Innenentwicklung, die sich optimal in die städtebauliche Entwicklung der Stadt Mössingen einfügt.

Das Projekt wird von einem gemeinsamen begleitenden Ausschuss betreut, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus beiden Verbänden und dem Aufsichtsrat der RSBNA GmbH die Weichenstellungen für das Projekt begleiten und beraten.

Alle Weichenstellungen im Projekt erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat der Stadt Mössingen.

Informationen zum weiteren Verlauf des Bauprojekts werden Regionalverband und Zweckverband regelmäßig über deren Websites www.rvna.de und www.regional-stadtbahn.de zur Verfügung stellen.

(Erstellt am 19. Februar 2024)